![]() | Künstler: Tracy Lawrence Titel: The Rock VÖ: 08. Mai 2009 ![]() |
Mit seinem neuen Album "The Rock" legt Country-Star Tracy Lawrence sein erstes religiös inspiriertes Album vor: zehn Titel, in denen der einst für sein heißblütiges Temperament bekannte Sänger von seiner Kraft und Lebensfreude berichtet, die er aus seinem Glauben schöpft. Trotz religiöser Message ist das Album weder missionarisch, noch für einen rhythmischen Gottesdienst geeignet. Sondern: zeitloser, moderner, harmonisch und inhaltlich tief gehender Country. Ein Album, mit dem Tracy Lawrence in die Fußstapfen des geläuterten Johnny Cash tritt – und ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere.
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Der Titel passt perfekt: "The Rock". Denn tatsächlich ist der aus Atlanta, Texas, stammende Sänger, Songschreiber und Produzent seit Jahren ein Fels in der Brandung der Countrymusik. Da können Moden und Hypes kommen (und wieder gehen) – Tracy Lawrence lässt sich davon nicht beirren; er bleibt seinem Sound treu. Der Name Tracy Lawrence gilt deshalb seit seinem 1991 erschienenen, millionenfach verkauften Nummer-Eins-Debüt "Sticks and Stones" als Synonym für hochkarätigen, sehr den Traditionen der Musik verbundenen Countrysound. Sein Rezept: Anstatt auf angesagte Trends zu schielen, setzt Lawrence auf die zeitlose Schönheit von häufig balladesken Melodien, Texten mit echtem Tiefgang und auf seine herrlich warme Stimme. Das Ergebnis: Er berührt mit seiner Musik die Herzen der Hörer.
Das gilt ohne Einschränkung auch für die zehn neuen Titel von "The Rock". Wie meist in seiner langen, mit vielen Glanzlichtern geschmückten Karriere präsentiert er eine ausgewogene Mixtur aus moderat rockigen und schwerblütigen, nicht selten auch traurigen Songs. Wie immer bei Tracy Lawrence kauft man ihm jedes gesungene Wort bedingungslos ab. Vielleicht ist dies sein Erfolgsgeheimnis: Denn wie kaum ein anderer Countrysänger versteht es Lawrence, in seinen unverkennbar warmen Bariton größtmögliche Authentizität zu legen. Egal, ob er von persönlichen Abgründen und menschlichem Scheitern ("I’m Done") erzählt oder einen sehr rockigen, sehr temperamentvollen Country-Gospel anschlägt ("Somebody Who Would Die For You") – man nimmt ihm die extremen Pegelausschläge seiner Gefühlswelt ab. Man glaubt ihm.
Das liegt zu einem guten Teil auch an seiner bewegten Biografie. 1991, kurz vor Erscheinen seines Debüt-Albums, wurde er von drei jugendlichen Straßenräubern überfallen und vierfach angeschossen. Nur mit viel Glück überlebte er. Aber auch später kam Tracy Lawrence immer wieder mit Gewalt in Berührung und auch mit dem Gesetz in Konflikt. Ein Heißsporn – der in den letzten Jahren aber offenbar seinen Seelenfrieden gefunden hat.
Das beste Zeugnis hierfür legt er mit "The Rock" ab. Denn das hervorragende, ganz auf die Tugenden der modernen, klassischen Countrymusik setzend produzierte Album darf man getrost als Konzeptalbum bezeichnen. Im Mittelpunkt der zehn Titel stehen Tracy Lawrences Wunsch nach Frieden und sein überzeugter Glaube an Gott. Wie gut ihm diese Spiritualität tut, wird in hymnisch-schönen Titeln deutlich: im tief gehenden "Every Prayer", im euphorischen, rockigen "Dear Lord" oder in den bis zur Schmerzgrenze gehenden Offenbarungen wie "Up To Him" und "Say A Prayer". Echte Tracy Lawrence-Songs – aber auch potentielle Klassiker des Countryrepertoires.
Denn trotz religiöser Message sind die neuen Titel völlig ungeeignet für einen rhythmischen Gottesdienst. Dafür sind die Songs zu modern und zu temperamentvoll. Dafür aber gehen diese sehr intimen Songs unter die Haut. Damit liefert Tracy Lawrence die schönsten religiösen Countrywerke seit Johnny Cash ab.












