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Carter, Søren: Twenty-Five

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Søren Carter - Twenty-Five

Künstler: Søren Carter
Titel: Twenty-Five
VÖ: 17. Juli 2009


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Es ist der Nährboden, der Großes erwachsen lässt: Sohn eines Metallarbeiters, zwei ältere Brüder, aufgewachsen in der norwegischen Provinz, viel, viel Talent – und seit frühester Kindheit umgeben von Musik und Literatur. Dieser Background ist für Søren Carter nicht nur Basis und Erdung. Es ist auch der Masterplan für sein erstaunliches Debütalbum "Twenty-Five".

Im Verlauf der 14 Titel zeigt der Musiker, dass er die traditionellen Tugenden der Singer/Songwriter verinnerlicht hat, aber auch sein Händchen für Kanten und sperrige Soundkost. Ryan Adams und Dave Matthews haben Konkurrenz bekommen.

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Die Schublade, in die Søren Carter passt, muss erst noch geschnitzt werden. Ein Standardmodell der Marken "Pop", "Rock", "Folk", "Country" oder "Alternative" ist für den Sänger und Songschreiber jedenfalls ungeeignet. Nicht dass der 1981 in der norwegischen Provinz geborene Musiker nicht Elemente von Pop bis Alternative in seiner Musik mit einbringen würde. Er macht das – und er macht das ausgiebig und gut. Aber er hält auch andere, weniger genormte Facetten bereit.

Vielleicht liegt es an seiner Familie, an den Umständen wie er aufgewachsen ist: Sohn eines Metallarbeiters, zwei ältere Brüder, viel elterliche Liebe – und ein Haus voller Musik und Literatur. Dass auf diesem Nährboden Talente sprießen ist fast schon logisch. Dennoch ist eine hochkarätige Begabung wie Søren Carter alles andere als selbstverständlich.

In seiner Musik überschreitet Carter sämtliche Stilbarrieren, Trends und Moden. In Titel wie "Cross the Line" serviert er astreinen Pop, in der ohrwurmtauglichen Single-Auskopplung „Stay With Me“ verknüpft er die hymnischen Melodien von Cat Stevens mit den angesagten Sounds von Mika, in „Love Drug“ mischt er Anleihen von Worldmusic und Ambient zu einem prickelnden Sound-Cocktail. Geniestreiche sind aber auch an Ryan Adams und Dave Matthews erinnernde Tracks wie „Man I Used to Be“, „1000 Times“ und „Rain“. Hier findet Søren Carter den gemeinsamen Nenner von Singer/Songwriter-Tradition, 60ies Style und Alternative-Rock. Für einen noch nicht einmal 30-jährigen, eine echte Meisterleistung.

Zumal das Talent aus dem hohen Norden Europas damit sein Pulver noch längst nicht verschossen hat, wie nicht nur das an die guten B52s erinnernde, mit schrillem Esprit ausgestattete "Worlds to Stay" belegt.

Beim Durchhören des Albums "Twenty-Five" fühlt man sich an einen expressionistischen Maler erinnert. An Meister wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Max Ernst oder Oskar Kokoschka, die mit farbenprächtigem Pinselstrich ihr Innerstes nach Außen kehrten – und dabei Vertrautes und Neues, Traditionelles und Innovatives auf die Leinwand brachten.

Søren Carters musikalische Reife ist wohl nur dadurch zu erklären, dass er seit dem 14. Lebensjahr für die Musik lebt: Mit verschiedenen Bands, mit eigenen Songs, mit Auftritten in Clubs und Bars, mit Recording-Sessions. "Twenty-Five" bildet in seiner gleichzeitig kurzen wie langen Karriere nun den ersten Höhepunkt. Es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.

 

 

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